Nachrichtensites: Bild.de führt in (fast) allen Disziplinen

Nachrichtensites: Bild.de führt in (fast) allen Disziplinen

Der Wettbewerb der Printmedien im Netz war wohl nie so intensiv wie im Moment. Dabei sind die Strategien so unterschiedlich wie die Erfolge bei den Lesern. Um die Leser auf die Seite zu holen, reicht das eingesetzte Repertoire von absurden Livetickern und viel nackter Haut bis zu hochwertigen Diskussionen und multimedialen Kunstwerken. Aber Leser ist nicht gleich Leser: Wer eine Website direkt ansteuert, bleibt drei Mal länger und ruft sechs Mal mehr Sites auf als die Leser, die eher zufällig von Facebook oder Google per Deeplink auf einen Beitrag geleitet werden. Große Unterschiede gibt es auch für die Texte mit den Headlines in Buzzfeed-Manier, die zwar gerne geklickt, aber selten wirklich gelesen werden. Leser, die sich 3 oder mehr Minuten mit einem Text beschäftigen, kommen doppelt so häufig zurück wie die Leser, die nur eine Minute schauen. In der aktuell favorisierten Metrik der Werber, die meist „Unique User“ vergleichen, werden allerdings alle Leser gleich gewertet. Doch ökonomisch sind die Zufallsleser viel weniger wert. Ihre Werbewerte sind in der Regel schlechter und auch die Chance, dass diese Zufallsleser jemals ein Online-Abo abschließen, sind sehr gering.

Nach dieser Vorbemerkung lohnt der Blick auf die Statistiken der Nachrichtensites in Deutschland. Sie zeigt große Unterschiede bei der Verweildauer der Leser, der Interaktion und dem Anteil der Stammleser, die direkt auf die Seite kommen. Fast überall weist Bild.de die besten Werte auf: Die Nutzer bleiben besonders lange, sind besonders treu und klicken besonders viele Seiten an. Die Ergebnisse im Einzelnen:

Wird gemessen, wie viele Menschen eine Website im Monat aufgesucht haben, liegt Bild.de klar vorne. Mehr als zehn Millionen Nutzer im Januar hatten auch FOCUS Online, Spiegel Online und Welt.de.

Nun sagt die Reichweite nichts darüber aus, wie intensiv die Beiträge gelesen werden und wie lange die Leser bleiben. Mehr Aufschluss gibt die von Meedia erstellte Statistik der „Stammleser“, die den Anteil der „wertvollen“ Leser zeigt, die eine Homepage direkt ansteuern.

Stammleser der Printmedien im Internet

Auch diese Statistik zeigt Bild.de klar vorne, gefolgt von Spiegel Online. Beide Sites weisen auch die mit Abstand größten Anteile der direkt die Homepage ansteuernde Leser an der gesamten Leserschaft aus, haben also die stärksten Marken etabliert.

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Dass Stammleser, die eine Website direkt ansteuern, auch länger bleiben, zeigt die folgende Grafik der durchschnittlichen Verweildauer auf den Seiten. Bild.de liegt auch hier klar vorne. Auch Spiegel Online, Handelsblatt.com und FAZ.NET weisen noch vergleichsweise hohe Werte auf.Verweildauer der Leser im Internet

Ein Kriterium für Leser, die sich intensiv mit den Inhalten beschäftigen und mehrere Seiten aufrufen, zeigt der Quotient aus Visits je Besucher. Auch hierbei liegen Spiegel Online und Bild.de mit weitem Abstand vorne.Visits je Besucher der Nachrichtenseiten

 

Hier die Aufteilung der Trafficquellen, ergänzt um einige Click-Bait-Sites:

Trafficquellen_details

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