Online-Werbung legt noch 9 Prozent zu
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Online-Werbung legt noch 9 Prozent zu

Mit Display-Werbung, also zum Beispiel Werbebannern, Wallpaper oder vorgeschalteter Werbung in Videos, hat die Digitalwirtschaft in Deutschland im vergangenen Jahr 1,32 Milliarden Euro Umsatz erzielt, 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Schätzung des Online-Vermarkterkreises im Bundesverband Digital Wirtschaft wird der Umsatz in diesem Jahr um 8,4 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro zulegen, sagte der OVK-Vorsitzende Paul Mudter in Frankfurt. Erstmals veröffentlichte der Verband die tatsächlichen Netto-Zahlen und nicht mehr die aussagelosen Brutto-Listenpreise. Nicht enthalten sind in diesen Werten die Umsätze der Suchmaschinen, die etwa doppelt so hoch sind.

In den Zahlen ist die mobile Werbung bereits enthalten. Obwohl die Nutzung von Smartphones und Tablets in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, hat die Werbung bisher nur einen geringen Stellenwert: 65 Millionen Euro wurden im vergangenen mit Display-Werbung auf den Smartphones erzielt, was immerhin 67 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr bedeutet. In diesem Jahr soll die mobile Werbung erstmals mehr als 100 Millionen Euro erreichen. Der zweite Wachstumstreiber ist die Videowerbung, die um 28 Prozent auf rund 150 Millionen Millionen Euro zulegte. Geschätzt ein Drittel davon entfällt auf Youtube. Das Kerngeschäft mit Bannern oder Wallpapern hat noch 5 bis 6 Prozent zugelegt, sagte Mudter dem Nachrichtenmagazin FOCUS.

Mit Technik und Anwälten gegen die Werbeblocker

Ein großes Thema in der Branche ist der Umgang mit den Werbeblockern, die etwa ein Fünftel der Werbung unterdrücken und damit zu schmerzhaften Umsatzausfällen führen. In der Branche wird an technischen Lösungen gearbeitet, entweder die Wirkung der Blocker auszuhebeln oder den Nutzern dann auch keine Inhalte mehr anzuzeigen, um sie zum Ausschalten des Blockers zu bewegen. Der zweite Weg, juristisch gegen die Blocker vorzugehen, gehört ebenfalls zur Abwehrstrategie der Werbevermarkter. Zudem sollen die Nutzer verstärkt informiert werden, dass die Inhalte auf Dauer nur finanziert werden können, wenn gleichzeitig Werbung gezeigt wird. „An diesen impliziten Vertrag werden wir die Nutzer erinnern“, sagte der stellvertretende OVK-Vorsitzende Oliver von Wersch.

 

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